Leichtschaum

Schaum mit einer Verschäumungszahl ≥ 200

Merkmale
Enorm großes Schaumvolumen mit sehr geringem Gewicht. Leichtschaum enthält sehr hohe Luftanteile, ist deshalb grobblasig und besonders „trocken“. Aufgrund seines großen Volumens und geringen Gewichtes kann Leichtschaum nicht „geworfen“ werden. Die Löschwirkung beruht überwiegend auf dem Trenn-, Dämm- und Verdrängungseffekt. Diese Löscheffekte werden noch durch die relativ hohe Schaumzerstörungsrate unterstützt. Dabei werden kleinste Wassertropfen freigesetzt, die durch die hohen Verbrennungstemperaturen sofort verdampfen und das 1.700fache Volumen an Wasserdampf bilden. Die umgebende Luft wird entsprechend abgekühlt. Leichtschaum wird mit Leichtschaum - Generatoren erzeugt.

Einsatzgebiete
Leichtschaum entfaltet seine volle Löschwirkung vor allem in geschlossenen Räumen. Durch die sehr hohe Verschäumung lassen sich selbst größte Räume, z. B. Flugzeughangars oder Lagerhallen, in kurzer Zeit vollständig fluten. Der Wasseranteil im Schaum ist so gering, dass Wasserschäden weitgehend vermieden werden. Vorbeugend eingesetzt, verdrängt Leichtschaum brennbare Gase und bietet einen wirksamen Schutz gegen Flammen- und Hitzeeinwirkung, industriellen Brandschutz entwickelte, Mittelschaumwerfer arbeiten mit ca. 25- bis 35facher Verschäumung im unteren Mittelschaumbereich und erreichen Wurfweiten bis ca. 35 m.

Inside Air Foam System – Leichtschaumsystem für geschlossene Räume

Inside Air Foam (IAF) wird mit speziellen Schaummitteln und Schaumgeneratoren in Räumen, z. B. Lagerhallen oder Maschinenräumen, erzeugt. Die Systeme nutzen für die Verschäumung die heißen und mit Verbrennungsprodukten beladenen Gase eines Brandereignisses. Dadurch erfolgt eine sofortige Rauchgasbindung und eine Abkühlung der Umgebungsatmosphäre. Für dieses Löschverfahren ist keine Luftzufuhr von außen und auch keine Abluftöffnung erforderlich, wodurch der bauliche Aufwand für IAF-Systeme kostengünstiger gegenüber konventionellen Leichtschaumanlagen sein kann.